"CHANGE CHANCE"   Eindrücke, Proben, Fragmente   10.11.2009   LANGE NACHT DER SCHMUCKKUNST








was bemerkst du? das, was alle sehen? oder...

Im Unscheinbaren und Alltäglichen die Möglichkeit und Dynamik der Gestaltung, Schönheit und Harmonie entdecken.

Sei es eine Plastikhalterung für Getränkedosen, die zu einem schwebenden räumlichen Gebilde wird. (Die Fotos entstanden mit dem Ding an den Finger gesteckt wie ein Ring.)

Seien es Details von Gerätschaften und Maschinen auf einer irischen Farm, die durch die Verschiebung der Größenverhältnisse von der Realität zur Abbildung einen neuen Kontext erhalten.
Spuren des Gebrauchs und der Verwitterung werden zu graphischen Gestaltungsmitteln.

Sei es ein Nachspüren der verletzlichen Atmosphäre des alten Glashauses im Botanischen Garten in Graz. Von Glas gespiegelte, gebrochene, fragmentarische Wirklichkeit.

Seien es schließlich imaginäre Gebilde aus Licht und Schatten, die nur für Sekunden existierten.

Alles sehr spontan festgehalten in unterschiedlichsten Details und Variationen, weiterentwickelt im Augenblick der Veränderung. Höchste Konzentration im neugierigen Entdecken von stimmigen Kompositionen. Aber kein Muss, vielmehr ein lockeres Dahinfließen, in das ich ganz eintauche, wenn ich fotografiere.